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Wissensportal - Pferdefutter

Pferde sind Pflanzenfresser, sogenannte Herbivoren. Freilebende Pferde verbringen fast den ganzen Tag mit der Futtersuche. Die unnatürlichen Bedingungen eines Stallpferdes lassen diese Art und Weise der Ernährung nicht zu. Um ein Pferd trotzdem gesund und leistungsfähig zu erhalten müssen entsprechende Alternativen gefüttert werden.

Der Futterbedarf eines Pferdes ist abhängig von der Größe, dem Alter, der Rasse und der Leistung eines Pferdes. Er kann grob anhand des Körpergewichts eines Pferdes ermittelt werden. Generell wird bei ausgewachsenen Pferden ein Nahrungsbedarf von 2 bis 2,5%, bei Jungpferden 3%, geschätzt. Sollte keine passende Waage vorhanden sein, kann das Körpergewicht eines Pferdes anhand der folgenden Formel ermittelt werden:

Gurtumfang (cm)² x Länge
8700
= Gewicht in kg

Das Futter sollte bei leicht arbeitenden Pferden zu zwei Dritteln aus Rauhfutter und einem Drittel Kraftfutter bestehen. Bei Pferden die mittlere Arbeiten verrichten ändert sich das Verhältnis von Rauh- und Kraftfutter auf 50:50. Bei schwer arbeitenden Pferden, zum Beispiel Renn- oder Jagdpferde, besteht das Futter in der Regel aus einem Drittel Rauhfutter und zwei Drittel Kraftfutter.

Pferde haben im Verhältnis zu ihrer Größe einen relativ kleinen Magen, deshalb sind viele kleine Futterrationen über den Tag verteilt angebrachter. Die Fütterung sollte immer zur gleichen Zeit erfolgen, allerdings nicht unmittelbar vor oder nach der Arbeit. Sollte ein Pferd seine Futterration nicht komplett fressen wird entweder zuviel gefüttert oder mit dem Pferd oder dem Futter ist etwas nicht in Ordnung.

Grundsätzlich sollte ein Pferd nie länger als acht Stunden ohne Futter auskommen. Futterumstellungen sollten langsam durchgeführt werden.

 
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